Als Enrique Jorrín, der als Mitglied des Orquesta América den Chachachá erfunden hatte, seine eigene Charanga gründete, hoffte das Orchester América trotz der neuen Konkurrenz noch auf leichte Erfolge auf dem mexikanischen Markt. Schon im Januar 1955 musste es sich dort allerdings auflösen. Einige der Musiker, die daraufhin zurück nach Kuba gingen, gründeten dort diesen Ableger, das América del 55. Mit dem Flötisten Juanito Ramos und Gustavo Tamayo am Güiro fanden sich tragende Solisten und Begleitmusiker dort wieder. Als Pianist holten sie sich Rubén González, und trotz aller Konkurrenz in Kuba konnten sie sich über mangelnde Akzeptanz beim Publikum nicht beklagen. Das América del 55 existierte, bis Niñon Mondéjar, der in Mexiko inzwischen ein neues América gegründet hatte, 1960 eine Vereinigung der beiden Charangas unter dem ursprünglichen Namen vorschlug.
Aufnahmen von 1955 und 1956.
Rubén González, Antonio Sanchez „Musiquita“, Ignacio Berroa; Jesús Muñiz, Gustavo Tamayo, Pascual Hernández, Manuel Montejo, Julio Salas, Jose „Cheo“ Junco, Armando Raymat, Luis Calzado